Das Haus in der Rothschildallee

Frankfurt am Main, 1900: Im Hause Sternberg stehen alle Zeichen auf Erfolg. Soeben wurde das neue Heim bezogen, wurden die Kinder in eine neue Klasse geboren und auch der Geburtstag des Kaisers präsentiert sich wie immer wundervoll. Wir erleben die Familie vom Beginn bis zum Ende des ersten Weltkrieges. So weit eigentlich nichts Besonderes, ein Roman wie jeder andere.

Was ist hier neu? Einerseits gibt es mehr Romane über den zweiten Weltkrieg als über den ersten, denn die Euphorie vor Kriegsbeginn und der freiwillige Tod für das „Vaterland“ werden hier glaubhaft dargestellt, andererseits kenne ich nicht viele Romane, die das Schicksal jüdischer Gläubiger im ersten Weltkrieg schildern. Man liest, dass Antisemitismus auch schon im ersten Krieg ein Thema war, aber alles recht heiter, denn der Schreibstil ist blumig und anekdotenhaft. Ein geistreicher Ausschnitt aus der damaligen Gesellschaft.

Stefanie Zweig: Das Haus in der Rothschildallee, 2007, 276 Seiten

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Veröffentlicht in Roman

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