Die Muse von Wien

Bei manchen Büchern weiß man schon vorher, was man bekommt. Dieses fällt ganz sicher in die Kategorie „leichte Sommerlektüre“. Es ist grundsätzlich nicht schlecht, denn die Autorin hat gut recherchiert und lässt ihre Infos toll in die Geschichte einfließen. Es geht um Alma Mahler-Werfel, die in der Zeit um die letzte Jahrhundertwende mit Gustav Mahler zeitweilig verbunden war. Die Geschichte ist flott runtererzählt: Schöne junge Frau verliebt sich vielerorts, gerät dann an den Hofoperndirektor, gemeinsame Kinder, etc.

Nun komme ich zu meiner Kritik: Ich habe das Gefühl, dass hier jemand schnell fertig werden wollte und glaube nicht, dass dieses Porträt der großen Muse, wie sie sie tatsächlich gewesen sein muss, gerecht wird. Danach komme ich zu einer weiteren Kritik. Jedes dieser Bücher wirbt mit seiner e-Book-Ausgabe. Kann es sein, dass die Verlage ihre Bücher über dieses Format noch viel schneller loswerden wollen und dass darunter die Qualität eines Textes erheblich leidet? Trotzdem möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der Spaß an Wien, an der Secession und an Kaffeehauskultur hat. Was Nettes für zwischendurch –

Caroline Bernard

Die Muse von Wien

2018, 479 Seiten, Aufbau

Muse

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