Unsere Weihnachtstage

Weil hier schon so viel über Weihnachten reflektiert wurde, will ich nicht nachstehen und ein bisschen beschreiben, was bei uns bisher vorgefallen ist: Wie im alten Beitrag vollmundig angekündigt, wollte ich selbstbewusst beim örtlichen Gärtner drei kostenfreie Bäume einfordern, weil er seit eh und je seine Bäume vor unserer alten Scheune einfach so ablegt. Und was war? Naja, wir holen unseren Baum immer sehr spät, sodass wir die falsch deponierten Bäume nicht mehr hätten auf frischer Tat erwischen können, der Gärtner selbst wurde überfallen und so weiter. Was will man machen, alle Ausreden erleichtern mein Gewissen. So haben wir am 23. in Windeseile einen Baum im Supermarkt unserer Stadt geholt und Schluss.

Geschmückt wurde zeitnah ohne großes Federlesen. Am 24.12. war der Tag eigentlich wie immer. Wir haben nicht sehr viel unternommen, ein bisschen getrödelt und abends, ja abends waren wir im Nachbarort bei Nichte und Neffe zum Krippenspiel, haben schöne Stehplätze ergattert, mussten wenig Smalltalk halten und unsere beiden Showacts haben noch nicht einmal teilgenommen – einer fiel ganz aus und die andere wollte ihren Satz nicht mehr sagen ;-). Ab nach Hause, Pizzablitz informiert: Sehr zuverlässig liefert er an hohen christlichen Feiertagen mit Vorliebe auch zu uns. Meine Mutter hatte meinen Mann und mich zu sich ins EG geladen, wir haben uns die Bäuche lecker gefüllt, Geschenke getauscht und ab durch die Mitte.

Am nächsten Morgen war dann unsere Weihnachtssause mit 13 Mann auf knapp 18 qm, sehr kuschelig, aber passte, der Kater guckte zwischendurch und kam abends pünktlich aus seinem Versteck zum Aufräumen. Ein ganzer Tag, der mit Frühstück, Kaffee und Kuchen, vielen Themen und einem Besuch bei unserer Tante eine Straße drüber begangen wurde. Entsprechend erholsam musste der gestrige Tag ausfallen. Wir waren kurz zum Grab spaziert, um die Rosen abzuliefern, die nun schon nicht mehr ganz so taufrisch schienen.

Heute ist für uns „Zwischen den Jahren“. Mein Mann trifft sich mit seinen Kumpels, meine Mutter ist auf Schnäppchenjagd und ich sitze hier mit dem Kater, der sich jetzt beide Wohnungen und den Keller erschlossen hat. Dort macht er besonders gern Inventur. Kurz vor der Haustür war er auch schon. Er ist ein großer Gewinn für uns. Wir haben ihn über´s bekannte Kleinanzeigenportal geholt. Er lebte mit seinem Bruder mehr schlecht als recht in einer kleinen Wohnung, zankte sich mit ihm und wurde somit an uns verschenkt inklusive aller „zivilisatorischen“ Katzengeschichten wie Kastration, Impfungen, Chip, etc. Insgeheim befürchten wir, dass man ihn loswerden wollte, weil er zu viel miaute, aber das werden wir wohl irgendwann in den Griff kriegen, wenn er sich erst nach draußen traut…

6 Kommentare zu „Unsere Weihnachtstage

  1. Mein Kater wurde wegen zu viel miaue abgegeben. Das hat sich bei uns schnell gelegt – vielleicht weil er mehr Aufmerksamkeit bekam oder wir ihm geantwortet haben Ihnen zu schimpfen, wenn er miaute.
    Mit dem Baum hätte ich das wohl auch so gemacht 🙂

    1. Er war bei uns in der ersten Zeit sehr anhänglich, ist uns immer nachgelaufen, aber jetzt geht er auch schon eigene Wege. Klar, es gibt Katzen, die selbst ihre Ruhe wollen, unserer ist gesellig und das finden wir eigentlich ganz gut, ja und mit den Baum? Tja, tja

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